ALF GmbH
ALF GmbH
Schadstoffarme Second-Hand-Möbel
Frühjahrskur für Omas Erbstück
10 Jahre ALF

 


Caritas: Seit 10 Jahren kümmert sich
ALF erfolgreich um Arbeitslose

ALF, die Arbeitslosenförderungsgesellschaft der Augsburger Caritas, feiert Jubiläum. Seit zehn Jahren kümmert sich das erste Arbeitslosenprojekt im Raum Augsburg um schwer vermittelbare Personen – mit Erfolg.

„Fast jeder dritte, den wir bei ALF gefördert und qualifiziert haben, hat anschließend einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz gefunden“, sagt Dr. Walter Semsch, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Stadt Augsburg und von ALF. Der Erfolg hat Gründe: „Wir haben bereits vor einem Jahrzehnt nach dem Motto „Fördern und fordern“ die Weichen für die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen gestellt“, meint die stellvertretende Geschäftsführerin des Caritas-Stadtverbandes Gabriela Hoffmann.

Caritas-ALF 1
Seit 10 Jahren existiert die Arbeitslosenförderungsgesellschaft der Caritas, die Dr. Walter Semsch (hinten links) und Gabriela Hoffmann (hinten rechts) gegründet haben. Die Nähstube ist ein Teil davon.

 

Aus den bescheidenen Anfängen der Arbeitslosenförderungsgesellschaft entwickelten die beiden ein kleines mittelständisches Unternehmen, bei dem rund um das Sozialzentrum an der Gögginger Str. 92 und in den Außenstellen in Gersthofen und Meitingen 80 Schwervermittelbare beschäftigt sind. In der Schreinerei werden alte Möbel für den Verkauf im Gebrauchtwarenmarkt Fairkauf aufbereitet, im hauseigenen Cafe Handicap Speisen zubereitet und Gäste bewirtet. Auch die Kleiderkammer der Caritas betreuen ALF-Mitarbeiter. Außerdem übernimmt das Arbeitslosenprojekt neben einem Umzugsservice auch kleine Reparaturen im Haushalt, die sich für Handwerksbetriebe nicht lohnen. So sammeln die ALF-Mitarbeiter Berufserfahrung, die ihnen die Jobsuche erleichtert. Neun Bewerbern, die auf dem Ausbildungsmarkt, leer ausgingen, fanden bei ALF einen Ausbildungsplatz.

Das Projekt kümmert sich um Alleinerziehende, die aufgrund einer Schwangerschaft später eine Ausbildung nachholen, ebenso wie um Migranten mit schlechten Deutschkenntnissen und um ältere Langzeitarbeitslose. ALF bietet ihnen soziale Beratung, tagesstrukturierende Maßnahmen, Sprachkurse und Eingliederungshilfen – und vor allem: neue Hoffnung. „Arbeit ist besser als kurzfristiges Almosen“, sagt Semsch.

Die Langzeitarbeitslosen bzw. Schwervermittelbaren, die von der Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung (Arge) kommen, sind für zwei Jahre befristet beschäftigt. Die Arge-Zuschüsse decken nicht die Kosten für die soziale Beratung, Betreuung und Anleitung. Dennoch erwirtschaftet ALF einen Gewinn, wie Semsch stolz betont, um die Entwicklung der Einrichtung zu ermöglichen. Die Sachspenden wie Möbel, Bücher oder Kleider werden verkauft oder versteigert, Bedürftige erhalten sie gratis. „Wir sind froh, dass uns die Bevölkerung im Großraum Augsburg so gut unterstützt, sonst wäre das nicht möglich“, sagt Semsch.

Auch nach zehn Jahren ist die Arbeitslosenförderungsgesellschaft noch nicht ausgereizt. „Wir entwickeln immer neue Geschäftsfelder, dafür können wir dann neue Stellen anbieten“, berichtet Gabriela Hoffmann. Die Handicap-Küche ist bereits voll auf Natur umgestellt, als nächstes setzt ALF auf Ökomöbel: Alte Möbel werden auf Schadstoffe untersucht und dann mit einem Ökosiegel gekennzeichnet. „So gehen bei uns die soziale Verantwortung eines katholischen Wohlfahrtsverbandes und Umweltbewusstsein Hand in Hand“, meint Dr. Semsch.

Caritas-ALF 2
Mitarbeiter der Arbeitslosenförderungsgesellschaft lösen Wohnungen und übernehmen auch kleinere Handarbeiten.